Sonntag, Dezember 27, 2009

Frankreich Teil 1
Ich gebe zu, es ist schon ein Weilchen her, dass wir urlaublich durch Südfrankreich gereist sind, aber es bleibt trotzdem erwähnenswert. Nicht zuletzt, weil drei Wochen Urlaub am Stück schon sehr erholsam sein könnten - wenn man nicht zu viele Ziele ansteuert ... ;-)
Wir sind also mehr oder weniger geradlinig von Hamburg in Richtung Marseille gereist, mit Stationen in Stuttgart (eine Nacht mit Nils durch die Kneipen ziehen, um festzustellen, dass Stuttgart gar nicht so hässlich ist, wie ich es in Erinnerung hatte) und Zürich. Für Zürich gilt fast das gleiche wie für Stuttgart ;-) bis auf die Tatsache, dass ich noch nie da war - zumindest habe ich keine Erinnerungen daran. Zürich liegt am Wasser - zumindest ein bisschen Wasser, was sich ja für eine "Seglernation" ja gar nicht schlecht macht. (Man bedenke, dass die Schytzer den Americas Cup innehaben!) Und Zürich hat die Berge nicht allzunah, so dass ich mich nicht eingesperrt fühlte. Ansonsten laufen da halt viele Schweitzer herum und das Dorf ist scheiß-teuer.
Aber für den schönen Abend mit Juli hat sich der Zwischenstop auf jeden Fall gelohnt.
Weiter ging es an Genf und Grenoble vorbei durch die letzten Ausläufer der südwestlichen Alpen (wer den Ausweg aus Grenoble auf Anhieb findet, möchte ihn bitte zurückgeben!) nach Marseille.
Nach der Erkenntnis, dass die Straßen in Marseille zu kleinräumig oder mein Fahrstil zu zügig für unser Navi waren, haben wir ein paar ... sagen wir mal kulturell lehrreiche Ecken von Marseille gesehen, bis wir endlich die 1,95 m breite "Straße" zum Häuschen von Andrea und Michel gefunden und schrammenfrei passiert haben.
Marseille ist ein schönes Fleckchen. Das Klischee "südländisch" darf gebraucht werden - mich hat es auch etwas an Istanbul erinnert (zumindest den europäischen Teil). Auf jeden Fall kann man sich gut ein paar Tage in der Gegend herumtreiben, ohne dass Langeweile aufkommt.
Nur so recht entspannt wirken die Franzosen hier nicht. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich hatte den eindruck, dass hier viele gerade ganz dringend auf der Suche sind - sie wissen nur noch nicht wonach. Vielleicht war es das Tapas-Restaurant (... typisch französisch, ich weiß ...) was die Suche auf jeden Fall lohnenswert machen würde.
Wir haben nach drei Tagen planmäßig das Weite gesucht und sind flink durch die Camargue (trocken, ja Flamingos, Pferde gabs auch, roten Reis gekauft, Muscat getrunken ...) auf dem Weg nach Millau in die Cevennen gereist. Und da herrscht (zumindest im September) friedliche Ruhe. Kleine und kleinste Straßen winden sich Hänge hoch und Täler entlang. Geier (!) fliegen hier frei herum und man kann sich einfach mal irgendwo hinsetzen und hört Waldesrauschen, ein paar Vögel singen und vielleicht ein Bächlein plätschern.
Gut, wenn man sich wieder an ein kleines Städtchen herantraut, rauschen und plätschern auch wieder Autos und Supermarchés, aber wir (naja, vielmehr ich) wollten ja weiter nach Millau. Als alter Brückenfetischist musste ich mir - endlich mal in der Gegend - ja nun das Viaduc de Millau über das Tarn-Tal anschauen. Sir Norman Foster hat hier ein filigranes Meisterwerk hingezeichnet, auf dem die Autobahn bis zu 240 m über dem Tal schwebt.
Vielleicht kann man sich über die Notwendigkeit eines solchen Bauwerkes streiten, die künstlerische und technische Leistung kann man einfach nur bewundern.
Fortsetzung folgt ....

Mittwoch, August 19, 2009

... still the feeling, something 's lost
but cannot tell you what
though i think i've payed the price
i don't know what i got

i close my eyes to fix the shape
cover my ears to hear
it must be faster than my mind
and closer than my fear

Dienstag, April 28, 2009

Istanbul!
Boah! Nicht nur, dass mich ein Betriebsausflug, sozusagen ein Wandertag, an den Bosporus geweht hat, es war auch eine der beeindruckendsten Städtebekanntschaften, die ich bislang gemacht habe. (... Ratzeburg, Detmold ... äh Berlin, London, Rom, San Francisco). Habe ich aber auch erwartet ;-)
Die Größe der Stadt war schon beim nächtlichen Landeanflug zu erahnen, aber irgendwo müssen die 14 Millionen ja auch hin. Am Weg vom Flughafen nach Galata, wo unser Hotel lag, vermitteln vertraute Leuchtreklamen ein kleines Heimatgefühl und auch das Gewusel auf den Straßen erinnert an den lebhaften und hupreichen Fahrstil z. B. der italiener. Aber je weiter sich die Augen zwischen die Häuser trauen, je tiefer man sich in die kleinen Seitengassen wagt, desto mehr wird deutlich, dass hier auch eine ganz andere Welt lebt.
Ich kann es noch nicht richtig beschreiben, was es ist, aber irgendetwas an der Art der Menschen ist anders als bei uns aber es macht sie zugleich so vertraut und sympathisch. Von kulturellen Unterschieden will ich gar nicht sprechen, weil sie immer kleiner werden, je näher man den Menschen und ihrer Menschlichkeit kommt.
Es sind doch die gleichen Sorgen, wie wir sie haben - nur in verschiedenen Maßstäben. Es sind traurige, abwesende Gesichter darunter, Gesichter aus denen Erschöpfung und Resignation spricht aber es ist auch ein Stolz zu sehen. Berechtigt - in einer Welt zu Leben und zu überleben, die einem nicht so viele Möglichkeiten und doch immer wieder neue Gelegenheiten bietet. (Und das ist nur die naive Beobachtung und Vermutung eines Westeuropäers, der von seinem Staat alles bekommt, was man zum Leben braucht.)
Und gleichzeitig hat diese Stadt den Charme und die erdrückende Größe einer Weltstadt - einer Metropole, die schon so viel Geschichte in sich trägt, dass ihr die Gegenwart nichts mehr anhaben kann.
Tümmler schwimmen zwischen den Kontinenten entlang und verleihen all den Gegensätzen etwas Unwirkliches und Friedliches. Überall stehen Angler und ziehen ihren Lebensunterhalt aus dem Wasser. Katzen überwachen die Stadt aus den Parks, auf den Garagen und Hüttendächern zwischen den alten und immer noch majestätischen Häusern.
Abends nach Sonnenuntergang ist Leben auf der Einkaufstraße wie in Hamburg am langen Samstag. In den Gassen haben sich unzählige Cafes, Kneipen, Bars an die Fassaden geschmiegt und aufs Pflaster gekrallt.
Natürlich reichen die drei Tage kaum, um einen tieferen Eindruck von den Leuten zu bekommen. Aber ich ahne, dass ich bald mal wieder an den Bosporus möchte. Mal mit ein bisschen mehr Zeit eine Fähre rüber nach Asien nehmen und schauen, ob sich das anders anfühlt ;-)

Irgendwie ist Istanbul ja noch ganz in der Nähe, aber dann auch noch so weit weg. Schön und liebenswert ist die Stadt allemal. Wenn Du es zulässt, zeigt sie Dir ihre türkische Seele; aber wenn Du unruhig wirst, hat sie auch immer eine beruhigende europäische Hand für Dich offen.

Dienstag, März 31, 2009

Jazz2day part 2 - letzten Samstag mit Esperanza Spalding ("Spolding" sprechen die Anwesenden das aus! Klingt komisch.) und danach Triband. Und das war auch das einzige an diesem Abend, was definitiv nicht gelungen ist.
Der Auftritt von Mrs. Spalding war großartig. Die kleine Frau ist geschätzte 1,60m und schleppt 45 Kilo mit sich herum und mir ist absolut schleierhaft, woher sie ihr Stimmvolumen bezieht - vielleicht aus dem beeindruckenden Afro ;-) Es ist wirklich sehenswert und natürlich auch ein akustischer Genuß, wie diese grazilen Finger den Vierseiter bearbeiten.
Und als sei das nicht schon perfomance genug, singt und scattet Mrs. Spalding, dass mir bisweilen nur ein entrücktes Grinsen im Gesicht stand. Die Band brauchte sich wahrlich nicht hinter der Frontfrau zu verstecken, aber es ist schon klar, wer die Richtung vorgibt. Die beiden CDs von Ihr sind ebenso hörenswert, falls sie Euch nicht noch zufällig übern Weg läuft.

Der zweite Teil des Abends war nach der Pause für Triband reserviert. Und das Kontrastprogramm saß ;-) und hat so manchen ungeduldigen Zuschauer nach den ersten ein, zwei, drei Stücken aus dem Saal vertrieben. Nicht das sich Triband verstecken müssten, aber hätten sie vor Esperanza Spalding gespielt, wäre der Kontrast nicht einer emotionalen Vollbremsung gleichgekommen. Die Frontfrau Sandie Wollasch singt ihre eingänngigen Texte mit Witz und Gefühl, wobei die Musik halt doch eher "loungig" schmeckt. Der Mann am Klavier muss seinen Jazzer nicht verstecken und der Tieftöner (Bass und Synthies) macht auch Spaß. Der Schlagzeuger kann bestimmt gut trommeln, man kann ihm bloß nicht lange dabei zusehen. Irgendetwas muss ihm auf der Bühne fürchterlich weh tun ... (Ja, ich habe schon viele Drummer und viele entrückte Drummer gesehen.) Aber die CDs sind allemal ein Öhrchen wert - und ein Blick auf die Bandseite lohnt auch.

Samstag, März 21, 2009

"Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" lautet sinngemäß ein chinesisches Sprichwort, welches mich die letzten Wochen immerwieder schmunzeln lässt. Wieviel wahres darin liegt, kannst Du schon feststellen, wenn Du mal an der roten Ampel stehend Deine Umgebung betrachtest.
Vielleicht wirst Du feststellen, dass Du für wenige Sekunden ganz woanders warst, Dich für einen Augenblick "erholt" und doch keine Zeit "verloren" hast. Oft genug rennen oder hasten wir durch unseren Alltag und haben dabei schon den übernächsten Schritt im Sinn. Dabei ist der nächste doch viel wichtiger - wie sonst sollen wir ohne ihn den übernächsten tun? Und - letztendlich - was bringt die Hetzerei? Mal ganz im Ernst: Was bringt es, dass Du Dich gerade so unter Druck setzt? Gibt es einen wirklich wichtigen Grund für die Eile? (Manchmal gibt es ja wirklich einen.) Oder willst Du einfach nur schneller "mehr" schaffen, damit Du Dich danach (umso mehr) erholen, entspannen kannst? Tust Du es denn auch, oder liegt da gerade noch was auf Deinem Weg, was noch schnell erledigt werden könnte ...
Und wo bleibst Du?

Sonntag, Februar 08, 2009

What a great music evening ;-) ! Obwohl leicht verschnupft, habe ich mich gestern Abend in die U-Bahn bewegt und mich in Richtung Kampnagel tragen lassen. Dort angekommen habe ich mich auf ein noch anständiges Sitz- und Hörplätzchen fallen lassen und genossen!
Zuerst hat der "blonde Monk" Anke Helfrich mit Henning Sieverts an Bass und Cello, Dejan Terzic am Schlagzeug die Tasten gestreichelt. Selten habe ich so ein leichtes, beinahe schwereloses Klavierspiel gehört und gesehen - wobei ihre beiden Begleiter nicht minder brilliant gespielt haben!
Nach der Pause hat sich Manu Katché an sein Schlagzeug gesetzt und mit dem Playground gezeigt, weshalb er einer der besten Drummer ist, die gegenwärtig den Planeten bereisen. Nachdem er u.a. mit Sting und Peter Gabriel sein Geld verdient hat wandert er seit ein paar Jahren auf jazzigen Pfaden und genießt nach eigenen Angaben die Freiheit und das Aufregende der Improvisation.
Man hört schon, dass er "in the rock-industries" gearbeitet hat - soviel Druck und Vortrieb erlebt man bei Jazzern selten - aber man hört auch, dass dort nicht nur grobes Holz verarbeitet wird ;-). Seine Begleiter durften ebenso zeigen, was sie drauf haben, mussten sich aber öfters gegen des Drummers Stimmgewalt durchsetzten. Nichtsdestotrotz ein toller Musikabend, der mit einem gemeinsamen Auftritt von Manu Katché und Anke Helfrich (siehe Bild oben) einen schönen Abschluss gefunden hat.


Sonntag, Januar 25, 2009

Der SMS als Kommunikationsmittel - ist schon mal ein trefflicher Titel für eine Doktorarbeit eines Soziologen, lässt aber auch im täglichen Leben viel Raum für Misverständnisse und Fehlinterpretationen. Wer nicht spätestens bei Bobbele und Sandy mitbekommen hat, was man mit einer "hilflosen" Nachricht anrichten kann, nur weil man entweder a) nicht über die Konsequenzen nachgedacht hat, b) keine Zeit für ein Gespräch (!) von Mensch zu Mensch hat oder einfach c) zu faul oder zu feige ist, ein direktes Gespräch zu suchen.
Nicht, dass ich keine Kurznachrichten schreiben würde. Terminabsprachen oder ein "komme 15min später" sind mit dem SMS flink zu erledigen. Ein "entweder Du rufst an, oder es ist aus" in einer (Liebes-)Beziehung ist dann aber schon ein deutlicher Hinweis, dass hier mindestens einer nicht verstanden hat, was zwischen zwei Menschen funktionieren sollte. Aber auch so hilfreiche Fragen "Sag mal, ist irgendetwas? Du bist so anders in letzter Zeit ..." sind definitif nicht für 170 Zeichen gemacht! Die Antorten darauf noch weniger.
Wenn es wirklich wichtig ist, dann findet sich auch Zeit für einen Anruf oder für "ein persönliches Gespräch". Dann hat man auch mal 2 Minuten Zeit, um über das nachzudenken, was man sagen will, nicht sagen wollte oder was den anderen vielleicht beschäftigen könnte :-)
Ich wünsche Euch da draußen, dass Ihr miteinander redet und einander zuhört. Manmal hilft schon "einfach mal die Klappe halten". Ich für meinen Teil bin mit meiner Liebe und unserer Art, wie wir miteinander umgehen sehr glücklich. Und das darf gerne als Beispiel genommen werden, wie zwei Menschen miteinander glücklich sein können. Davon, dass das einfach wird, hat ja keiner gesprochen ;-) schön ist es auf jeden Fall.
Gute N8!

Dienstag, Januar 06, 2009

Einen Toast auf die Fehler, die wir gemacht haben. Auf dass wir daraus soviel gelernt haben, dass wir sie dieses Jahr nicht wiederholen. Einen Toast auf die Momente, in denen wir an einander gedacht haben - auf dass wir uns auch nicht verlieren.
Und einen Toast auf all diejenigen mit den guten Argumenten, eine Beziehung zu beenden. Auf dass sie in diesem Jahr die Argumente suchen, es trotzdem zu versuchen. Solange das Gefühl da ist, sind die meisten Worte Ausreden ;-)
Bleibt gesund!

Sonntag, November 30, 2008

Habe ich eigentlich hier schon mal auf SomaFM hingewiesen? Formidables internetradio aus San Francisco - South of Market, commercial free und die angebotenen streams sind schön zusammengestellt. Sollte uns eigentlich auch mal einen oder zehn Dollar wert sein - wo wir doch schon den Wegelagerern der GEZ die Kohle in den Rachen werfen und dafür eher [...] geboten bekommen.
Also - entspannte Öhrchen und einen geruhsamen ersten Advent!
;-) manche Dinge holen sich schneller ein, als man denkt - und so verbuche ich die lange Pause zu Maus eben (wie gehofft) unter "lange Pausen". Und damit übergebe ich an Weichnachten...

Samstag, Oktober 18, 2008

Freundschaften sind etwas feines. Manche entstehen langsam andere sind bisweilen etwas anstrengend (was aber kein Grund sein muss, sie zu vernachlässigen) und wieder einige unter ihnen gehen dahin, verschwinden beinahe lautlos und hinterlassen erst nur ein dumpfes Gefühl, dass etwas verloren gegangen ist - bevor man sich dessen wirklich bewusst wird.
Ich bin glücklich über die Freundschaften, die mir begegnet sind und bei denen es uns gelingt, sie am Leben zu halten auch in schwierigen Zeiten und mit den üblichen Veränderungen, die uns so wiederfahren. Traurig bin ich über das Verblassen der Feundschaft zu "Maus", wobei ich da zuletzt einfach nur losgelassen habe. Aber vielleicht ist es auch gut so - vielleicht trennen sich unsere Wege ja auch nur für ein Weilchen, um irgendwann wieder zusammen zu finden.
Ich freue mich heute auch über die "kleine Freundschaft" zu Christina, von der ich mich heute ncoh verabschieden konnte. Ich wünsche ihr alles erdenklich Gute auf ihrem weiteren Lebensweg - mit ihrem gerade geheirateten Mann und allen Träumen, von denen Sie mir noch erzählt hat. Und ich würde mich freuen, wenn der Kontakt auch über den weiten Weg nach Griechenland nicht abreißt.

Donnerstag, Oktober 02, 2008

Ich habe ein tragbares Telefon - ich glaube, man sagt "handy" dazu. Ich habe es wahrscheinlich neu, also seit höchstens acht Jahren und bei dieser plötzlichen Entwicklung ist es auch nachvollziehbar, dass immer noch einige aus unserem Freundeskreis am "späten Nachmittag", so gegen 1800 Uhr, auf dem Festnetzapparat anrufen. Also etwa um die Zeit, zu der wir Feireabend machen, um uns für ein kleines Stündchen im öffentlichen Nahverkehr zu amüsieren.
Nicht, dass ich auf dem Festnetz nicht ab und zu erreichbar wäre, ich telefoniere sogar sehr gerne an der langen Leitung, aber eben nur, wenn ich in ihrer Nähe bin. Vielleicht bin ich auch nur schon zu "oldschool" und versuche denjenigen, den ich anrufe, auch ans Mikro zu kriegen - da kann man bei ganz komunikativen Zeitgenossen schon mal vier Nummern durchprobieren, sogar erfolglos. Letztendlich frage ich mich ja bloß, was sich die- oder derjenige denkt, der mich dort anruft, wo er mich zu dieser Zeit höchstwahrscheinlich nicht erreichen wird. Will sie oder er mich vielleicht gar nicht sprechen? Ist es Nostalgie, sich doch lieber an das gute vertraute Festnetz zu klammern?

Mittwoch, Juli 30, 2008

Es ist fürchterlich doll Sommer und ich würde ja auch mal hier wieder was zum besten geben. Aber immer, wenn mir etwas einfällt, ist gerade keine Rechenmaschine in der Nähe. Vielleicht werde ich mir doch so was kleines, schnuckeliges eeepc-likes fangen ... im Herbst vielleicht.
Aber wenigstens erlebt Brumming derzeit noch genug, um meine webaktivität nahezu auszulasten ;-)
Aber etwas ist mir doch gerade eingefallen: Ich habe letzte Woche mal kurz in die Röhre geschaut und zweimal Persil-Werbung gesehen. Hurgh!?! Ist die anvisierte Zielgruppe wirklich so blöd, oder habe ich einen Trend verschlafen.
Nein, ich will jetzt nicht weiter polemisieren also - fröhlich bleiben.

Sonntag, Juni 22, 2008

Gute Worte dürfen auch mal zitiert werden, und die folgenden habe ich dem ZEIT MAGAZIN LEBEN Nr. 24 entnommen, welches wiederum Christiane Gehner zitiert (ehem. Bildcheffin bei Geo, Merian, stern und Spiegel)
"Fotos sind immer nur so glaubwürdig wie die Zeitungen, die sie drucken. Ich glaube, das Gestaltungsmodell Erzählung ist dem Gestaltungsmodell Effekt gewichen. Die Dinge werden heute vereinfachter dargestellt - weil man eins nicht mehr will: die Leute zu sehr anstrengen. Deshalb ist eine Serie von Bildern, dieman noch nicht gesehen hat, in höchster Gefahr nicht gedruckt zu werden."

Das darf man sich mal langsam auf der Zunge zergehen lassen ...

Montag, Juni 16, 2008

... from Gagarin's point of view?
We will never know, where he is, but one of the greatest Musicians of the present has gone. I hope, he watches us from a place somewhere above our melodies and our humming. I wish him all the best on his way through the universe. The way he played the keys, still lets my heart sing and dance and cry and even find my sleep an night - with the soft calming song "From Gagarin's point of view".
I will never forget him and his Hamburg concert 2006. And I hope, one day the ones he loved will find a cure in his music, in his never fading voice.
Good Bye, Esbjörn

Donnerstag, Mai 01, 2008

Nicht immer aber oft genug - finde ich - trifft Fips den richtigen Ton oder findet das rechte Wort - HIER besonders. Danke ;-)

Freitag, März 21, 2008

Der Mensch, ein Rudeltier? Wohl kaum - oder wie darf ich das interpretieren, wenn mir täglich Menschen entgegenkommen, mich fast über den Haufen rennen -im letzten Moment doch ncoh die Kurve aber ihre Visage nicht einen Moment nach oben kriegen, um mal wenigsten einen Blick auszutauschen. Ein Entschuldigung, ein verlegenes Lächeln würde ja schon reichen - aber je Stadt desto schwieriger scheint diese Aufgabe den Eingeborenen zu fallen.
Was das soll? Es geht bloß um Respekt (tolles Wort - vielleicht ein bisschen abgenutzt aber doch vergessen) um einander wahrnehmen. Es geht darum festzustellen, dass am Ende unseres Blickes auch noch jemad lebt, dem vielleicht genau die gleichen Gedanken aus dem Hirn tropfen wie uns. Der sich auch bloß darüber freut, wenn man ihn mal anlächelt.
Schon mal gemerkt, wie verblüfft manche Menschen reaieren, wenn man ihnen auf dem run zur gerade geöffneten Supermarktkasse den Vortritt lässt. Kost nix und in dem Gefühl kann man sich einen halben Samtachvormittach aalen ;-)
Man muss sich nur mal bewusst machen, wie gut es einem gerade geht. klar findet man immer jemanden, dem es gerade vermeintlich besser geht, der mehr Glück gehabt hat, der ich weiß nicht was tolleres besitzt. Und es ist auch viel leichter, über sein Unglück zu jammern und sich auf dem Weg duch seine Wehwehchen zu verlaufen und es gar nicht zu merken. Aber es scheint viel mehr aus Dir heraus, wenn Du Dir immer wieder begreiflich machst, dass es Dir gut geht, dass Du in Frieden lebst, zu essen hast, lieben kannst oder Dich einer unglücklichen Liebe widmen kannst - auch daraus kann man letztendlich kreative wenn nicht auch positive Energie ziehen.
Nächstenliebe ist viel weniger, als sich für andere zu opfern. Nächstenliebe bedeutet schon, andere wahrzunehmen ohne zu hinterfragen, was das für einen selbst bringt. Nächstenliebe darf sich schon darin erschöpfen, den anderen zu sehen, zu erkennen und vielleicht in dem Moment etwas an ihm zu entdecken, was uns lächeln lässt. Und wenn ich lächele, schaut mich der/die andere kurz verblüfft an - und geht im besten Fall kurz lächelnd weiter. Gewonnen ;-)


einfach nur blau - der Himmel, der Kran - die Sonne im Rücken trägt ihren Teil zum Wohlfühlen bei - und dann war es doch einfach nur "auf der Arbeit" ;-) Aber ich muss ja auch mal was anderes erleben, als nur Regen, kalte Finger und Füße und nasses Überall auf der Baustelle.
Man muss sich einfach die schönen Momente aus dem Leben rauspicken und die anderen weiterziehen lassen. Sollen sich damit doch andere herumschlagen. Fohe Ostern und wenigstens Sonne im Herzen!

Sonntag, März 02, 2008

Es gibt Tage, an denen wünschte ich, ich wäre zwei mal mehr da - und könnte die Dinge, die ich auf meinem Denkzettel habe unter mir aufteilen. Geht nicht, ich weiß.
Ich wünschte auch, ich wäre am Samstagabend auch bei Trixi auf der Party gewesen - obwohl der Abend in Buxtehude auch nicht schlecht war.
Ich werde mich jetzt einfach noch mit einem Glas Bordeaux hinsetzen und die restlichen Sonntagsmomente genießen ;-) bis gleich

Samstag, Februar 09, 2008

Was ist los mit Euch? Warum höre ich in den letzten Wochen so oft von Trennungen, von zwei Herzen die doch nicht zueinander fanden und von vielen möglichen Argumenten oder besser dämlichen Ausreden, warum "es" letztlich nicht "funktioniert" hat. Die Erklärung, die ich vielleicht gelten lasse ist erstmal das fehlende Gefühl - wenn man sich denn auch die Mühe gemacht hat, den Menschen gegenüber mal kennen zu lernen. Natürlich kann ich mich nicht in jede Frau verlieben, die mir in die Quere kommt - und das erwarte ich auch von keinem oder keiner anderen. Wenn ich aber beobachte, dass zwei Menschen ihr Glück nicht pflegen, es verkümmern lassen, es zulassen, dass sich alltägliche Schwiergikeiten schattenwerfend vor eine Liebe stellen, macht mich das schon traurig. Auch die Hektik mit der der Beziehungsmarkt abgegrast wird, will mir nicht in den Kopf. Da werden potentielle Partner gescannt - mit der gleichen Geschwindigkeit, in der ein Fernsehprogramm beurteilt und weggezappt wird. Schon richtig - es gibt ja nicht nur einen Kanal - woher soll man auch wissen, dass man gerade das beste Programm glotzt. Und wer Bezieheungen - unbewusst - ähnlich "pragmatisch" angeht, soll doch lieber gleich die Finger davon lassen.
Wenn ich mich auf einen Menschen einlasse, kann ich mir immer sicher sein, dass er Ecken und Kanten hat, an denen ich mich stören kann. Ich kann mich aber auch auf das Liebenswerte konzentrieren und dabei lernen, die Details in das Bild einzufügen, die mich anfänglich gestört haben. Dazu muss man sich aber von einer Vorstellung lösen oder die Vorstellung sehr weit und offen gestalten. Sich zu verlieben ist einfach - oft genug ist Verliebtheit auch bloß der Schmerz des Nicht-erreichens. Liebe ist anstrengender ;-) aber auch schöner. Das Gefühl ist etwas dunkler aber intensiver - man sieht mehr Farben. Man kann um die Liebe herum gehen und immer neue Perspektiven entdecken wo die Verliebtheit langsam zweidimensional erscheint. Natürlich ist verliebt sein schön, aufregend, beunruhigend - mach nevös, traurig, glücklich, ängstlich und unverwundbar - aber Verliebtheit ist auch wie Hochsommersonne - trocknet aus, brennt und erschöpft. Wogegen dann die Liebe der Frühling und der Spätsommer ist. Man kann sich in einen schattigen Winkel setzen und eine Geborgenheit genießen, die beruhigt, empfängt, Wärme ohne zu doll zu schwitzen.
Gebt Euch ein bisschen Mühe - es ist schwieriger zu lieben, wo doch das Angebot so groß erscheint und man doch nicht weiß, wonach man eigentlich sucht. Lasst das suchen weg. Wenn der Geruch stimmt, die Stimme, die Augen, das Lachen - wenn es Details gibt, über die sich Dein Auge freut, gib dem Gefühl Zeit. Zeit zum erforschen, Zeit bevor man sich berührt, Zeit um sich zuzuhören, Zeit um dem anderen das Vertrauen zu geben, ihn reden zu lassen.
Wir haben genug Zeit - auch für uns ;-).