Letzte Woche hat Nils Wülker mal wieder in der Fabrik gespielt und sein neues Album "6" vorgestellt. Natürlich war ich da und ich habe den Abend genossen. Ich hatte vorher mal kurz in das Album reingehört und war erschrocken ... naja, etwas übertrieben, aber Nils singt jetzt auch. Er gesellt sich damit zwar zu erfolgreichen Jazzern, wie Till Brönner oder Nils Landgren, aber bei den beiden empfinde ich den Gesang auch nicht unbedingt als einen Gewinn. Vielleicht habe ich den Antrieb dahinter aber auch nicht verstanden. Bei Nils Wülker muss man aber nicht aus dem Saal rennen, wenn er singt. Ich bin aber erst am nächsten Tag drauf gekommen, was fehlt - der Entertainer im Sänger. So wirkte es, als habe der Nils ein Gedicht geschrieben, welches jetzt ans Publikum geworfen wird. Es war kein schlechtes Gedicht, aber es wirkte auf mich so unpersönlich. Wie gesagt, diese Erklärung kam mir erst einen Tag später in den Sinn - es war also kein großes Manko.
Was aber ohne Frage zu seinen Stärken gehört ist neben dem virtuosen Spiel auf der Trompete und dem Flügelhorn die Fähigkeit Songs zu schreiben, Melodien, hooklines, die mich erfüllen und die einfach gut sind. Seine musikalischen Begleiter sind ihm ebenbürtig, was die Qualität der Musik nur noch unterstreicht. Und - ich glaube, da hat er sich einen kleinen Rockertraum erfüllt - es steht endlich ein Mann mit Gitarre auf der Bühne und der darf es auch mal rocken lassen :-)
Wer noch Gelegenheit hat, ihn zu sehen - hin da und lauschen - zum Elbjazz-Festival vielleicht. Das Album kann man sich aber auch gönnen - nur live ists besser ;-)
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Sonntag, März 28, 2010
Dienstag, März 31, 2009
Jazz2day part 2 - letzten Samstag mit Esperanza Spalding ("Spolding" sprechen die Anwesenden das aus! Klingt komisch.) und danach Triband. Und das war auch das einzige an diesem Abend, was definitiv nicht gelungen ist.
Der Auftritt von Mrs. Spalding war großartig. Die kleine Frau ist geschätzte 1,60m und schleppt 45 Kilo mit sich herum und mir ist absolut schleierhaft, woher sie ihr Stimmvolumen bezieht - vielleicht aus dem beeindruckenden Afro ;-) Es ist wirklich sehenswert und natürlich auch ein akustischer Genuß, wie diese grazilen Finger den Vierseiter bearbeiten.
Und als sei das nicht schon perfomance genug, singt und scattet Mrs. Spalding, dass mir bisweilen nur ein entrücktes Grinsen im Gesicht stand. Die Band brauchte sich wahrlich nicht hinter der Frontfrau zu verstecken, aber es ist schon klar, wer die Richtung vorgibt. Die beiden CDs von Ihr sind ebenso hörenswert, falls sie Euch nicht noch zufällig übern Weg läuft.
Der zweite Teil des Abends war nach der Pause für Triband reserviert. Und das Kontrastprogramm saß ;-) und hat so manchen ungeduldigen Zuschauer nach den ersten ein, zwei, drei Stücken aus dem Saal vertrieben. Nicht das sich Triband verstecken müssten, aber hätten sie vor Esperanza Spalding gespielt, wäre der Kontrast nicht einer emotionalen Vollbremsung gleichgekommen. Die Frontfrau Sandie Wollasch singt ihre eingänngigen Texte mit Witz und Gefühl, wobei die Musik halt doch eher "loungig" schmeckt. Der Mann am Klavier muss seinen Jazzer nicht verstecken und der Tieftöner (Bass und Synthies) macht auch Spaß. Der Schlagzeuger kann bestimmt gut trommeln, man kann ihm bloß nicht lange dabei zusehen. Irgendetwas muss ihm auf der Bühne fürchterlich weh tun ... (Ja, ich habe schon viele Drummer und viele entrückte Drummer gesehen.) Aber die CDs sind allemal ein Öhrchen wert - und ein Blick auf die Bandseite lohnt auch.
Der Auftritt von Mrs. Spalding war großartig. Die kleine Frau ist geschätzte 1,60m und schleppt 45 Kilo mit sich herum und mir ist absolut schleierhaft, woher sie ihr Stimmvolumen bezieht - vielleicht aus dem beeindruckenden Afro ;-) Es ist wirklich sehenswert und natürlich auch ein akustischer Genuß, wie diese grazilen Finger den Vierseiter bearbeiten.
Und als sei das nicht schon perfomance genug, singt und scattet Mrs. Spalding, dass mir bisweilen nur ein entrücktes Grinsen im Gesicht stand. Die Band brauchte sich wahrlich nicht hinter der Frontfrau zu verstecken, aber es ist schon klar, wer die Richtung vorgibt. Die beiden CDs von Ihr sind ebenso hörenswert, falls sie Euch nicht noch zufällig übern Weg läuft.Der zweite Teil des Abends war nach der Pause für Triband reserviert. Und das Kontrastprogramm saß ;-) und hat so manchen ungeduldigen Zuschauer nach den ersten ein, zwei, drei Stücken aus dem Saal vertrieben. Nicht das sich Triband verstecken müssten, aber hätten sie vor Esperanza Spalding gespielt, wäre der Kontrast nicht einer emotionalen Vollbremsung gleichgekommen. Die Frontfrau Sandie Wollasch singt ihre eingänngigen Texte mit Witz und Gefühl, wobei die Musik halt doch eher "loungig" schmeckt. Der Mann am Klavier muss seinen Jazzer nicht verstecken und der Tieftöner (Bass und Synthies) macht auch Spaß. Der Schlagzeuger kann bestimmt gut trommeln, man kann ihm bloß nicht lange dabei zusehen. Irgendetwas muss ihm auf der Bühne fürchterlich weh tun ... (Ja, ich habe schon viele Drummer und viele entrückte Drummer gesehen.) Aber die CDs sind allemal ein Öhrchen wert - und ein Blick auf die Bandseite lohnt auch.
Sonntag, Februar 08, 2009
What a great music evening ;-) ! Obwohl leicht verschnupft, habe ich mich gestern Abend in die U-Bahn bewegt und mich in Richtung Kampnagel tragen lassen. Dort angekommen habe ich mich auf ein noch anständiges Sitz- und Hörplätzchen fallen lassen und genossen!
Zuerst hat der "blonde Monk" Anke Helfrich mit Henning Sieverts an Bass und Cello, Dejan Terzic am Schlagzeug die Tasten gestreichelt. Selten habe ich so ein leichtes, beinahe schwereloses Klavierspiel gehört und gesehen - wobei ihre beiden Begleiter nicht minder brilliant gespielt haben!
Nach der Pause hat sich Manu Katché an sein Schlagzeug gesetzt und mit dem Playground gezeigt, weshalb er einer der besten Drummer ist, die gegenwärtig den Planeten bereisen. Nachdem er u.a. mit Sting und Peter Gabriel sein Geld verdient hat wandert er seit ein paar Jahren auf jazzigen Pfaden und genießt nach eigenen Angaben die Freiheit und das Aufregende der Improvisation.
Man hört schon, dass er "in the rock-industries" gearbeitet hat - soviel Druck und Vortrieb erlebt man bei Jazzern selten - aber man hört auch, dass dort nicht nur grobes Holz verarbeitet wird ;-). Seine Begleiter durften ebenso zeigen, was sie drauf haben, mussten sich aber öfters gegen des Drummers Stimmgewalt durchsetzten. Nichtsdestotrotz ein toller Musikabend, der mit einem gemeinsamen Auftritt von Manu Katché und Anke Helfrich (siehe Bild oben) einen schönen Abschluss gefunden hat.
Zuerst hat der "blonde Monk" Anke Helfrich mit Henning Sieverts an Bass und Cello, Dejan Terzic am Schlagzeug die Tasten gestreichelt. Selten habe ich so ein leichtes, beinahe schwereloses Klavierspiel gehört und gesehen - wobei ihre beiden Begleiter nicht minder brilliant gespielt haben!Nach der Pause hat sich Manu Katché an sein Schlagzeug gesetzt und mit dem Playground gezeigt, weshalb er einer der besten Drummer ist, die gegenwärtig den Planeten bereisen. Nachdem er u.a. mit Sting und Peter Gabriel sein Geld verdient hat wandert er seit ein paar Jahren auf jazzigen Pfaden und genießt nach eigenen Angaben die Freiheit und das Aufregende der Improvisation.
Man hört schon, dass er "in the rock-industries" gearbeitet hat - soviel Druck und Vortrieb erlebt man bei Jazzern selten - aber man hört auch, dass dort nicht nur grobes Holz verarbeitet wird ;-). Seine Begleiter durften ebenso zeigen, was sie drauf haben, mussten sich aber öfters gegen des Drummers Stimmgewalt durchsetzten. Nichtsdestotrotz ein toller Musikabend, der mit einem gemeinsamen Auftritt von Manu Katché und Anke Helfrich (siehe Bild oben) einen schönen Abschluss gefunden hat.
Sonntag, November 30, 2008
Habe ich eigentlich hier schon mal auf SomaFM hingewiesen? Formidables internetradio aus San Francisco - South of Market, commercial free und die angebotenen streams sind schön zusammengestellt. Sollte uns eigentlich auch mal einen oder zehn Dollar wert sein - wo wir doch schon den Wegelagerern der GEZ die Kohle in den Rachen werfen und dafür eher [...] geboten bekommen.
Also - entspannte Öhrchen und einen geruhsamen ersten Advent!
Also - entspannte Öhrchen und einen geruhsamen ersten Advent!
Montag, Juni 16, 2008
... from Gagarin's point of view?We will never know, where he is, but one of the greatest Musicians of the present has gone. I hope, he watches us from a place somewhere above our melodies and our humming. I wish him all the best on his way through the universe. The way he played the keys, still lets my heart sing and dance and cry and even find my sleep an night - with the soft calming song "From Gagarin's point of view".
I will never forget him and his Hamburg concert 2006. And I hope, one day the ones he loved will find a cure in his music, in his never fading voice.
Good Bye, Esbjörn
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