Wednesday, August 19, 2009

... still the feeling, something 's lost
but cannot tell you what
though i think i've payed the price
i don't know what i got

i close my eyes to fix the shape
cover my ears to hear
it must be faster than my mind
and closer than my fear

Tuesday, April 28, 2009

Istanbul!
Boah! Nicht nur, dass mich ein Betriebsausflug, sozusagen ein Wandertag, an den Bosporus geweht hat, es war auch eine der beeindruckendsten Städtebekanntschaften, die ich bislang gemacht habe. (... Ratzeburg, Detmold ... äh Berlin, London, Rom, San Francisco). Habe ich aber auch erwartet ;-)
Die Größe der Stadt war schon beim nächtlichen Landeanflug zu erahnen, aber irgendwo müssen die 14 Millionen ja auch hin. Am Weg vom Flughafen nach Galata, wo unser Hotel lag, vermitteln vertraute Leuchtreklamen ein kleines Heimatgefühl und auch das Gewusel auf den Straßen erinnert an den lebhaften und hupreichen Fahrstil z. B. der italiener. Aber je weiter sich die Augen zwischen die Häuser trauen, je tiefer man sich in die kleinen Seitengassen wagt, desto mehr wird deutlich, dass hier auch eine ganz andere Welt lebt.
Ich kann es noch nicht richtig beschreiben, was es ist, aber irgendetwas an der Art der Menschen ist anders als bei uns aber es macht sie zugleich so vertraut und sympathisch. Von kulturellen Unterschieden will ich gar nicht sprechen, weil sie immer kleiner werden, je näher man den Menschen und ihrer Menschlichkeit kommt.
Es sind doch die gleichen Sorgen, wie wir sie haben - nur in verschiedenen Maßstäben. Es sind traurige, abwesende Gesichter darunter, Gesichter aus denen Erschöpfung und Resignation spricht aber es ist auch ein Stolz zu sehen. Berechtigt - in einer Welt zu Leben und zu überleben, die einem nicht so viele Möglichkeiten und doch immer wieder neue Gelegenheiten bietet. (Und das ist nur die naive Beobachtung und Vermutung eines Westeuropäers, der von seinem Staat alles bekommt, was man zum Leben braucht.)
Und gleichzeitig hat diese Stadt den Charme und die erdrückende Größe einer Weltstadt - einer Metropole, die schon so viel Geschichte in sich trägt, dass ihr die Gegenwart nichts mehr anhaben kann.
Tümmler schwimmen zwischen den Kontinenten entlang und verleihen all den Gegensätzen etwas Unwirkliches und Friedliches. Überall stehen Angler und ziehen ihren Lebensunterhalt aus dem Wasser. Katzen überwachen die Stadt aus den Parks, auf den Garagen und Hüttendächern zwischen den alten und immer noch majestätischen Häusern.
Abends nach Sonnenuntergang ist Leben auf der Einkaufstraße wie in Hamburg am langen Samstag. In den Gassen haben sich unzählige Cafes, Kneipen, Bars an die Fassaden geschmiegt und aufs Pflaster gekrallt.
Natürlich reichen die drei Tage kaum, um einen tieferen Eindruck von den Leuten zu bekommen. Aber ich ahne, dass ich bald mal wieder an den Bosporus möchte. Mal mit ein bisschen mehr Zeit eine Fähre rüber nach Asien nehmen und schauen, ob sich das anders anfühlt ;-)

Irgendwie ist Istanbul ja noch ganz in der Nähe, aber dann auch noch so weit weg. Schön und liebenswert ist die Stadt allemal. Wenn Du es zulässt, zeigt sie Dir ihre türkische Seele; aber wenn Du unruhig wirst, hat sie auch immer eine beruhigende europäische Hand für Dich offen.

Tuesday, March 31, 2009

Jazz2day part 2 - letzten Samstag mit Esperanza Spalding ("Spolding" sprechen die Anwesenden das aus! Klingt komisch.) und danach Triband. Und das war auch das einzige an diesem Abend, was definitiv nicht gelungen ist.
Der Auftritt von Mrs. Spalding war großartig. Die kleine Frau ist geschätzte 1,60m und schleppt 45 Kilo mit sich herum und mir ist absolut schleierhaft, woher sie ihr Stimmvolumen bezieht - vielleicht aus dem beeindruckenden Afro ;-) Es ist wirklich sehenswert und natürlich auch ein akustischer Genuß, wie diese grazilen Finger den Vierseiter bearbeiten.
Und als sei das nicht schon perfomance genug, singt und scattet Mrs. Spalding, dass mir bisweilen nur ein entrücktes Grinsen im Gesicht stand. Die Band brauchte sich wahrlich nicht hinter der Frontfrau zu verstecken, aber es ist schon klar, wer die Richtung vorgibt. Die beiden CDs von Ihr sind ebenso hörenswert, falls sie Euch nicht noch zufällig übern Weg läuft.

Der zweite Teil des Abends war nach der Pause für Triband reserviert. Und das Kontrastprogramm saß ;-) und hat so manchen ungeduldigen Zuschauer nach den ersten ein, zwei, drei Stücken aus dem Saal vertrieben. Nicht das sich Triband verstecken müssten, aber hätten sie vor Esperanza Spalding gespielt, wäre der Kontrast nicht einer emotionalen Vollbremsung gleichgekommen. Die Frontfrau Sandie Wollasch singt ihre eingänngigen Texte mit Witz und Gefühl, wobei die Musik halt doch eher "loungig" schmeckt. Der Mann am Klavier muss seinen Jazzer nicht verstecken und der Tieftöner (Bass und Synthies) macht auch Spaß. Der Schlagzeuger kann bestimmt gut trommeln, man kann ihm bloß nicht lange dabei zusehen. Irgendetwas muss ihm auf der Bühne fürchterlich weh tun ... (Ja, ich habe schon viele Drummer und viele entrückte Drummer gesehen.) Aber die CDs sind allemal ein Öhrchen wert - und ein Blick auf die Bandseite lohnt auch.

Saturday, March 21, 2009

"Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" lautet sinngemäß ein chinesisches Sprichwort, welches mich die letzten Wochen immerwieder schmunzeln lässt. Wieviel wahres darin liegt, kannst Du schon feststellen, wenn Du mal an der roten Ampel stehend Deine Umgebung betrachtest.
Vielleicht wirst Du feststellen, dass Du für wenige Sekunden ganz woanders warst, Dich für einen Augenblick "erholt" und doch keine Zeit "verloren" hast. Oft genug rennen oder hasten wir durch unseren Alltag und haben dabei schon den übernächsten Schritt im Sinn. Dabei ist der nächste doch viel wichtiger - wie sonst sollen wir ohne ihn den übernächsten tun? Und - letztendlich - was bringt die Hetzerei? Mal ganz im Ernst: Was bringt es, dass Du Dich gerade so unter Druck setzt? Gibt es einen wirklich wichtigen Grund für die Eile? (Manchmal gibt es ja wirklich einen.) Oder willst Du einfach nur schneller "mehr" schaffen, damit Du Dich danach (umso mehr) erholen, entspannen kannst? Tust Du es denn auch, oder liegt da gerade noch was auf Deinem Weg, was noch schnell erledigt werden könnte ...
Und wo bleibst Du?

Sunday, February 08, 2009

What a great music evening ;-) ! Obwohl leicht verschnupft, habe ich mich gestern Abend in die U-Bahn bewegt und mich in Richtung Kampnagel tragen lassen. Dort angekommen habe ich mich auf ein noch anständiges Sitz- und Hörplätzchen fallen lassen und genossen!
Zuerst hat der "blonde Monk" Anke Helfrich mit Henning Sieverts an Bass und Cello, Dejan Terzic am Schlagzeug die Tasten gestreichelt. Selten habe ich so ein leichtes, beinahe schwereloses Klavierspiel gehört und gesehen - wobei ihre beiden Begleiter nicht minder brilliant gespielt haben!
Nach der Pause hat sich Manu Katché an sein Schlagzeug gesetzt und mit dem Playground gezeigt, weshalb er einer der besten Drummer ist, die gegenwärtig den Planeten bereisen. Nachdem er u.a. mit Sting und Peter Gabriel sein Geld verdient hat wandert er seit ein paar Jahren auf jazzigen Pfaden und genießt nach eigenen Angaben die Freiheit und das Aufregende der Improvisation.
Man hört schon, dass er "in the rock-industries" gearbeitet hat - soviel Druck und Vortrieb erlebt man bei Jazzern selten - aber man hört auch, dass dort nicht nur grobes Holz verarbeitet wird ;-). Seine Begleiter durften ebenso zeigen, was sie drauf haben, mussten sich aber öfters gegen des Drummers Stimmgewalt durchsetzten. Nichtsdestotrotz ein toller Musikabend, der mit einem gemeinsamen Auftritt von Manu Katché und Anke Helfrich (siehe Bild oben) einen schönen Abschluss gefunden hat.


Sunday, January 25, 2009

Der SMS als Kommunikationsmittel - ist schon mal ein trefflicher Titel für eine Doktorarbeit eines Soziologen, lässt aber auch im täglichen Leben viel Raum für Misverständnisse und Fehlinterpretationen. Wer nicht spätestens bei Bobbele und Sandy mitbekommen hat, was man mit einer "hilflosen" Nachricht anrichten kann, nur weil man entweder a) nicht über die Konsequenzen nachgedacht hat, b) keine Zeit für ein Gespräch (!) von Mensch zu Mensch hat oder einfach c) zu faul oder zu feige ist, ein direktes Gespräch zu suchen.
Nicht, dass ich keine Kurznachrichten schreiben würde. Terminabsprachen oder ein "komme 15min später" sind mit dem SMS flink zu erledigen. Ein "entweder Du rufst an, oder es ist aus" in einer (Liebes-)Beziehung ist dann aber schon ein deutlicher Hinweis, dass hier mindestens einer nicht verstanden hat, was zwischen zwei Menschen funktionieren sollte. Aber auch so hilfreiche Fragen "Sag mal, ist irgendetwas? Du bist so anders in letzter Zeit ..." sind definitif nicht für 170 Zeichen gemacht! Die Antorten darauf noch weniger.
Wenn es wirklich wichtig ist, dann findet sich auch Zeit für einen Anruf oder für "ein persönliches Gespräch". Dann hat man auch mal 2 Minuten Zeit, um über das nachzudenken, was man sagen will, nicht sagen wollte oder was den anderen vielleicht beschäftigen könnte :-)
Ich wünsche Euch da draußen, dass Ihr miteinander redet und einander zuhört. Manmal hilft schon "einfach mal die Klappe halten". Ich für meinen Teil bin mit meiner Liebe und unserer Art, wie wir miteinander umgehen sehr glücklich. Und das darf gerne als Beispiel genommen werden, wie zwei Menschen miteinander glücklich sein können. Davon, dass das einfach wird, hat ja keiner gesprochen ;-) schön ist es auf jeden Fall.
Gute N8!

Tuesday, January 06, 2009

Einen Toast auf die Fehler, die wir gemacht haben. Auf dass wir daraus soviel gelernt haben, dass wir sie dieses Jahr nicht wiederholen. Einen Toast auf die Momente, in denen wir an einander gedacht haben - auf dass wir uns auch nicht verlieren.
Und einen Toast auf all diejenigen mit den guten Argumenten, eine Beziehung zu beenden. Auf dass sie in diesem Jahr die Argumente suchen, es trotzdem zu versuchen. Solange das Gefühl da ist, sind die meisten Worte Ausreden ;-)
Bleibt gesund!